Fragile Lebenswelten

Wir leben in einer Zeit der Beschleunigung. Alles scheint möglich, aber was ist noch
sicher? Jederzeit kann alles kippen. Fragilität und die Unberechenbarkeit gegenwärtiger
Situationen macht das Thema „Fragile Lebenswelten“ aktuell und fordert zum Dialog auf. Die Ergebnisse der Ausstellung sollen nicht
zuletzt zu einer Auseinandersetzung mit der Zerbrechlichkeit fragiler Systeme anregen. Mit diesem Thema lässt sich leicht ein Bogen zur Gesellschaft und zur Natur spannen. Auch hier geht es auf einer anderen Ebene um Fragilität, um fragile Lebenswelten.

Programm:
19.00 Uhr
● Sektempfang
19.30 Uhr
● Begrüßung
Vorstellung der Künstlerinnen und des gemeinsamen Projekts – Betty Beier, Sophie Casado, Christel Hermann, Dorothee Pfeifer, Sylvia Richter-Kundel, Judith Röder und Ulrich
Westerfrölke
20.00 Uhr
● Rundgang mit Künstler/innen durch die
Ausstellung
21.00 Uhr
● Künstlervortrag von Betty Beier über den Staudamm Belo Monte im Amazonas
„Wenn die Flut kommt“
Der Belo-Monte-Staudamm im Amazonasgebiet Brasilien ist der drittgrößte und gleichzeitig umstrittenste Staudamm der Erde, da unermessliche Folgen für Mensch, Umwelt und Klima befürchtet werden. Der im Mai 2016 in Betrieb genommene Staudamm hat bereits große Flächen im Amazonas geflutet. Dörfer sind verschwunden, Menschen wurden umgesiedelt, Ackerland ging verloren. Die Lebensgrundlage tausender Menschen wurde zerstört. Insbesondere sind die indigenen Stämme die Leidtragenden.
Noch vor und nach der Inbetriebnahme war die Künstlerin mehrmals vor Ort und konnte die extremen Eingriffe in die Natur sowie die Umsiedlung der Betroffenen hautnah miterleben. Ohne diese Präsens vor Ort wäre Ihre Kunst nicht denkbar. Zu den Bildobjekten gehört auch die Foto- Film- Dokumentation, sowie Zeichnungen und Audiomaterial. Mit den Bildskulpturen, den „Erdschollen“, die nach der Abnahme der Erdoberfläche aus dem Originalmaterial entstehen, liefert die Künstlerin Zeugnisse verschwindender Landschaften und erschafft Ikonen der Natur.
22.15 Uhr
● Rundgang mit Künstlerinnen durch die Ausstellung
● Dazwischen gibt es die Möglichkeit zu einzelnen Künstlergesprächen bei Wein und Gebäck.
Kuratorin der Ausstellung:
Christel Hermann, Abbildung unten:
,Kaum wahrnehmbar’.


Christel Hermann

Betty Beier

Dorothee Pfeifer

Judith Röder

Richter Kundel



Sophie Casado

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